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Charlie Jöst Bodo Genz Ralph Schlöffel Jürgen Rudinger

Charlie Jöst

Frank Herr

Ralph Schlöffel

Jürgen Rüdinger

Vorsitzender
Filmemacher, Medienpädagoge, Drachenfluglehrer und Gleitschirmpilot, Modellflug, PPL A, B, C, DHV-Lehrteam.

2.Vorsitzender
Dipl. Betriebswirt und Verkaufsleiter, Gleitschirmpilot.

Sportvorstand
staatl. gepr. Datenverarbeitungstechniker, Gleitschirmpilot seit 1991, PPL

Technikvorstand
technischer Angestellter, Drachenpilot seit 14 und Gleitschirmpilot seit 9 Jahren, UL-Pilot.

Waldemar Obergfell Lothar Schweizer Helmut Achatz

Waldemar Obergfell

Dirk Aue

Ulrich Schmottermeyer

Ausbildungsvorstand
Lehrer, Fluglehrer und Prüfer für Drachen- und Gleitschirmfliegen

Finanzvorstand
Leiter Versicherungs-Generalagentur, Präsident DAeC Landesverband Bremen, Gleitschirmpilot

Sicherheitsvorstand
Arbeitsrichter, Gleitschirm-, Segelflieger-, Motorflieger- und UL-Pilot

 

Unser Sport
Drachenfliegen - Gleitschirmfliegen
Flugsport für alle

Die noch jungen Luftsportarten Drachen- und Gleitschirmfliegen erfreuen sich großer Beliebtheit. Etwa 30.000 Piloten üben den Sport aktiv aus. Der Reiz dieser Sportarten liegt in der Verwirklichung des uralten Menschheitstraums des vogelfreien Fluges, in seiner technischen Einfachheit, der Mobilität der Fluggeräte und in der Flugplatzunabhängigkeit.

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Der Drachen

Die geniale Erfindung des Amerikaners Francis Rogallo 1948 bestand eigentlich nur darin, daß er drei Stangen durch ein Segel fächerförmig verbunden hat, auseinandergespreizt durch eine vierte Querstange. Dieser "Rogallo-Gleiter" wurde zum Urvater für alle späteren Hängegleiter, wie die Drachen in der Behördensprache heißen und die in ihrer bemannten Form in den 60-er Jahren erstmals abgehoben haben. Heute gebaut aus Aluminiumrohren, Edelstahlseilen und Kunststoffsegeln wiegt ein solcher Drachen zwischen 20 und 40 kg und weist eine Segelfläche zwischen 13 und 17 qm auf. Die Kosten für einen Drachen neuerer Bauart liegen etwa zwischen 2.500 und 4.000 Euro. Gesteuert wird der Drachen durch Schwerpunktverlagerung mit Hilfe eines Steuerbügels. Der Pilot ist unter der Segelfläche im sogenannten Gurtzeug liegend aufgehängt. In dieser strömungsgünstigen Position erbringen heutige Geräte eine Gleitleistung von ca. 1 : 12; das heißt, daß der Drachen bei einem Höhenunterschied von 1000 m bis zu 12 km zurücklegen kann.

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Das Gleitsegel

1974 propagierte der Amerikaner Dan Pointer in einem Lehrbuch das "Parasailing". 1978 wurden zwei Franzosen bekannt, als sie mit Flächensprungschirmen Fußstartversuche durchführten. Im gleichen Jahr wurde bereits der erste GS Club "Les Choucas" ( Die Dohlen) in Mieussy gegründet. Drei Fallschirmspringer und Bergführer wollten sich die Kosten für die teuren Flieger sparen. Ihre Disziplin war das Zielspringen und dazu reichte es, dass der Berg steil genug war. Seit 1987 ist das Gleitsegeln in Deutschland vom Bundesminister für Verkehr genehmigt. Heutige Gleitsegel sind elliptische Tragflächen von 20 bis 30 qm, deren Kammern im Flug durch Staudruckluft gefüllt und versteift werden. Verbunden ist der Pilot mit dem Gleitsegel durch die von der Segelunterseite herablaufenden Fangleinen und das Gurtzeug. Das Gleitsegel wird normalerweise durch eine rechte und linke Steuerleine, die das Gleitsegel einseitig abbremsen, gesteuert. Gleichzeitige Betätigung beider Steuerleinen vermindert die Fluggeschwindigkeit.
Die Gleitleistung moderner Gleitsegel liegt bei ca. 1 : 8.

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Ausbildung

Wie bei den anderen Luftsportarten braucht ein Drachen- oder Gleitsegelpilot in Deutschland einen staatlichen Luftfahrerschein, der vom DHV, zunächst beschränkt, nach entsprechender Fortbildung dann unbeschränkt, erteilt wird (Mindestalter ist 16 Jahre mit Einwilligung der Eltern, in Ausnahmefällen 15 Jahre. Allgemeine Fitneß ist erforderlich, ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis ist nicht vorgeschrieben). Darauf aufbauend gibt es noch die Möglichkeit, besondere Berechtigungen zu den Luftfahrerscheinen zu erlangen, z.B. für Schleppstarts und Passagierfliegen. Mit dem unbeschränkten Luftfahrerschein sind auch Überlandflüge über weite Entfernungen erlaubt. Die theoretische und praktische Ausbildung erfolgt in speziell zugelassenen Luftfahrerschulen, gegenwärtig etwa 200 in Deutschland. Die drei Ausbildungsabschnitte (Anfängerausbildung, dann Ausbildung zum beschränkten Luftfahrerschein und abschließend zum unbeschränkten ) beanspruchen eine durchschnittliche Ausbildungszeit von jeweils 1 - 2 Wochen und schließen mit einer Prüfung ab. Die Kosten der Ausbildung belaufen sich auf etwa 1000 Euro, wobei der Flugschüler darauf achten muß, sich nur einer zugelassenen Luftfahrerschule anzuvertrauen. Solche Flugschulen werden von geprüften Fluglehrern betrieben, die ihre Lehrbefähigung in einer aufwendigen Fluglehrerausbildung erworben habe und in Fortbildungslehrgängen immer wieder auffrischen müssen. GeländeStart und Landung erfolgt in Deutschland auf Fluggeländen,die vom DHV zugelassen werden. Der regionale Schwerpunkt für den Gleitschirm- und Drachenflugsport lag zunächst im Alpenraum. Mit Verbesserung der Flugleistung der Geräte haben sich weitere Schwerpunkte in den deutschen Mittelgebirgen entwickelt und seit dem Einsatz von Schleppwinden auch im Flachland.

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Sicherheit

Großgeschrieben wird - wie bei jeder Luftsportart - die Flugsicherheit. Gerade weil Drachenfliegen und Gleitsegeln junge Sportarten sind und liberal geregelt wurden, stehen Selbstdisziplin und Beachtung der Sicherheitsvorschriften im Vordergrund. Kernstück der Sicherheit sind ein zugelassenes Fluggerät "mit Gütesiegel", geeignete persönliche Ausrüstung und eine ordnungsgemäße Pilotenausbildung. Wegen eventueller Notfälle ist es vorgeschrieben, ein Rettungsgerät mitzuführen, das aus einem speziell zugelassenen Fallschirm besteht. Wenn dann noch die allgemeinen Sicherheitsgrundsätze wie Flugvorbereitung, Betriebsgrenzen, Ausweichregeln, Lufträume etc. beachtet werden, steht einem sicheren Flugbetrieb nichts im Weg.

Organisation

Gleitsegeln und Drachenfliegen können sowohl im Verein als auch individuell betrieben werden. Wer die Vereinsmitgliedschaft scheut, kann auch unmittelbar beim DHV Mitglied werden. Der DHV als Fachverband bietet seinen Mitgliedern einen umfassenden Service: Preiswerte Gerätehaftpflichtversicherung, die jeder Pilot abschließen muß, und diverse andere Versicherungen; Packerlehrgänge; regelmäßige Zusendung des farbigen DHV-Infos mit allen wichtigen Informationen. Darüber hinaus stehen die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter des DHV zur Beratung und Hilfeleistung bereit, sei es bei Geländezulassungen, bei Rechtsfragen, bei Schwierigkeiten mit der Versicherung, bei Problemen mit dem Gerät etc. Wer sich fürs Wettbewerbsfliegen interessiert, kann bei nationalen und internationalen Wettbewerben mitfliegen.


Auskünfte erteilt die,
Geschäftsstelle des Deutschen Hängegleiterverbandes e.V.
Postfach 8883701 Gmund am Tegernsee/Telefon 08022/9675-0/Fax08022/9675-99
www.dhv.de


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